RETTE DIE HONIGBIENE!
DIE HONIGBIENE – EINE BEDROHTE ART!
STELL DIR EINE WELT OHNE HONIGBIENEN VOR UND JETZT STELL DIR DIESE WELT OHNE DUFTENDE ERDBEEREN, OHNE SÜSSE KIRSCHEN, OHNE SAFTIGE ÄPFEL UND HIMBEEREN VOR …
Etwa ein Drittel unseres Nahrungsangebotes verdanken wir den Bienen; wenn also die Bienen in Gefahr sind, dann sind es auch wir!
Weltweit wird ein dramatisches Massensterben der Honigbienen beobachtet.
Ernsthafte Folgen für die Nahrungsmittelversorgung sind zu befürchten: Bienen produzieren nicht nur Honig, sondern bestäuben auch mehr als 90 Gemüse- und Obstsorten. Nüsse, Getreide, Sojabohnen, Broccoli, Sellerie, Kürbisse und Gurken werden ohne Bienen rar werden. Auch süße Dinge wie Äpfel, Zitrusfrüchte, Pfirsiche, Kirschen, Beeren und diverse Melonensorten sind auf die Befruchtung der fliegenden Arbeiter angewiesen.
Bis jetzt vermutete Ursachen: Milbenbefall, Seuchen, schädliche Mobilfunk-Strahlung, giftige Spritzmittel, genverseuchte Futterpflanzen, Nahrungsmangel
Vergiftung durch genmanipulierte Nutzpflanzen
Ein Bakterium namens Bacillus thuringensis besitzt die Fähigkeit eine Substanz zu produzieren, die für Insekten, nicht aber für Säugetiere giftig ist.
Die Gentechnik hat die Erbinformation dieses Bacillus zur Produktion des Insektengiftes in die Erbsubstanz von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen eingebaut, um diese vor Fraßinsekten zu schützen. Die Zellen dieser Pflanzen sind nun in der Lage dieses Gift zur produzieren und zu speichern. Dadurch will man in Zukunft, große Mengen an chemischen Insektiziden einsparen und so die Umwelt zu schonen.
Aber: Wie uns die Geschichte lehrt, passieren die größten Fehler in guter Absicht und aus „Kurzsichtigkeit“ (siehe Atomenergie); somit brechen nun auch die verheerenden Folgen der Gentechnik über uns herein.
Die Zellen der bt-Pflanzen (gentechnisch veränderte Pflanzen mit Bacillus thuringensis-Erbinformation) produzieren nun Insektengift welches die Schadinsekten früher oder später durch Zerstörung des Darmes tötet. Die bt-Pflanzen haben weibliche und männliche Geschlechtszellen; die männlichen sind uns als Pollen bekannt.
Pollen sind die Nahrungsgrundlage eines Großteils unserer Insekten, z.B. Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln oder Honigbienen.
Wenn nun Insekten auf Dauer Pollen von bt-Pflanzen aufnehmen kommt es auch bei ihnen ab der ersten oder zweiten Generation zur Vergiftung die später zum Tod führt.
Gefahr durch Auskreuzungen
Durch die Freisetzung solcher Pflanzen kommt es zu Auskreuzungen, mit Wildpflanzen, wie bei Raps, Getreide oder Mais. Mais ist ein Windbestäuber, seine Pollen werden über weite Entfernungen auf nicht gentechnisch veränderte Pflanzen getragen. Da es in der EU bereits bt-Mais gibt, kann man davon ausgehen, dass die gtv-Pflanzenvorkommen ständig zunehmen. Die größte Gefahr besteht darin, dass es nicht mehr möglich ist, dieses verfälschte Erbgut vollständig aus unserer Natur zu entfernen; es wird sich vermehren und bis in die letzten Winkel unserer Welt gelangen.
„Insekten haben eine Schlüsselposition in unserem Ökosystem Erde. Bei den Honigbienen fällt uns das Sterben auf, weil es mit finanziellen Einbußen verbunden ist, bei anderen Insekten geht es im Alltagstrubel unter. Das systematische Sterben von Insekten hat wesentlich stärkeren Einfluss auf die Menschheit als Klimaerwärmung, Luftverschmutzung und Atomgefahr. Stirbt das Insekt, stirbt die blühende Pflanze und wir sind dem Weltfrieden einen Schritt näher: ohne Menschen.“ (Stefan Mandl, Arbeitsgemeinschaft f. Bienenforschung an der BoKu Wien)
DAS ALLES KANN DIE BIENE RETTEN - HILF AUCH DU!
-Bio kaufen: Bio-Bauern verzichten auf chemische Pestizide. Deshalb leben auf ihren Äckern und Wiesen auch mehr Insekten und Vögel. Die Vielfalt an wilden Blumen (anderswo Unkraut), ist ebenfalls größer. Oft bieten Hecken und andere kleine Biotope zusätzlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
-Heimische, nicht-genmanipulierte Blumen, Sträucher und Gemüse pflanzen (keine Pflanzen mit dem Beinamen „hybrid“!!!!) und Bienenweiden ansäen:
Bienen finden in unseren monotonen Agrarlandschaften immer weniger Nektar und Pollen. Wer einen eigenen Garten hat, kann für die Bienen sorgen, indem er möglichst viele heimische Blumen pflanzt (Früh- und Spätblüher).
Auf moderne Züchtungen mit gefüllten Blüten sollte man verzichten, denn sie liefern weder Nektar noch Blütenstaub. Besonders gern mögen Bienen blühende Kräuter wie Salbei, Minze oder Lavendel.
-Keine chemischen Spritzmittel und Insektizide verwenden!
-Heimischen Bio-Honig kaufen: Damit es genug Bienen gibt, müssen die Imker vom Verkauf ihres Honigs leben können. Der ist natürlich teurer als Import-Honig aus warmen Ländern mit billigeren Arbeitskräften.
Doch Bienen in China können unsere heimischen Apfelbäume nicht bestäuben!
-Selbst imkern: Ein Bienenvolk zu betreuen ist ein faszinierendes Hobby und gar nicht so schwer. Die örtlichen Imkervereine freuen sich über Nachwuchs und helfen mit Ratschlägen, bieten Schnupperkurse und verleihen Geräte wie Honigschleudern. Die Anfangsinvestitionen für ein Bienenvolk liegen bei 150 bis 200 Euro, auch dafür gibt es Förderungen.
BESONDERS BELIEBTES BIENENFUTTER
Ginster
Hibiskus/Strauch-Eibisch
Alle Kleearten
Löwenzahn
Borretsch
Beinwell
Rosen
Jasmin
HONIG
Für ein Kilo Honig müssen 4000 Bienen den ganzen Sommer über arbeiten. In einem Bienenstock leben etwa 40.000 bis 80.000 Bienen.
Naturbelassener Honig enthält folgende wunderbare Stoffe: Fruchtzucker, Traubenzucker, Schleimstoffe, Enzyme, Aminosäuren, Pollen, Mineralstoffe, Ätherische Öle, Ameisensäure, natürliche Antibiotika, die Vitamine B1 - B2 - H (Biotin), B9 (Folsäure).
Der Honig hat vielfache Heilkräfte:
Er wirkt antibiotisch, entzündungshemmend und wundheilend bei Geschwüren, Wunden, Abszessen, Ekzemen, Hautunreinheiten, Bartflechte, Insektenstichen, eiternden Wunden, Schuppenflechte (Psoriasis), Husten, Bronchitis und außerdem
kräftigend, blutbildend und blutreinigend.
Er darf nicht über 45°C erhitzt werden, sonst werden Enzyme und Vitamine zerstört, die ätherischen Öle verflüchtigen sich und er verliert seine heilkräftigen Eigenschaften
Anwendung
Innerlich kann man ihn einfach essen, als Brotaufstrich oder im Kräutertee.
Äußerlich kann man den Honig direkt auf die betroffene Hautstelle auftragen und abdecken. Man kann ihn auch mit pulverisierten Kräutern vermischen und auflegen.
FÜR EIN GENFREI BLÜHENDES EUROPA!